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Pressemitteilung
 
Stimmung wie in den Bars von Louisiana
 
Kreuzweingarten - Vielen Musikliebhabern ist das „Alte Brauhaus“ in Kreuzweingarten von diversen Jazz-Konzerten, Coverrock-Abenden und Ü30-Partys schon ein Begriff. Mit der Zusammenarbeit zwischen „Eifel-Events“ und den beiden Inhabern des Brauhauses, Jano Ruroth und Michael Gerlach, zieht nun eine weitere Musiksparte im Brauhaus ein. Harry Braun, Erfinder und Macher von Eifel-Events, möchte den restaurierten Saal als „Location“ für Blues-Konzerte etablieren. Den Auftakt machten am Freitag „The Boogaloo Kings“, die in der europäischen Bluesszene als Top-Act gelten.

Die vier Musiker haben in ihrer Karriere schon mit vielen renommierten Bluesformationen zusammengearbeitet, so zum Beispiel mit Country Joe McDonald, Luther Allison oder Louisiana Red. Einen besseren Einstand hätten sich die Veranstalter nicht wünschen können, denn mit dem deutsch-amerikanisch-schottischen Quartett kam bei den rund 150 Gästen nach kurzer Zeit richtig gute Stimmung auf. Der Badener Didi Metzger, alias „Mello Yellow“, Frontmann der Band und charismatischer Harpspieler, entlockte sowohl seinem Instrument als auch seiner Stimme eine schier unglaubliche Tonfülle.

Seine Mundharmonika war stimmungsvoller Ausdruck von Sehnsüchten und Träumen, von Liebe und unverhohlener Wut. Auch stimmlich hält er mit diversen farbigen Bluesgrößen mit und entführt sein Publikum problemlos in die verrauchten Bars von Louisiana. Mit heiserer Stimme hauchte er in den Raum, schrie und heulte an anderer Stelle, dass einen eine Gänsehaut überlief. Sein Counterpart, Gitarrist Martin „Professor“ Czemmel, bewies enorme Fingerfertigkeit und beeindruckte durch seinen mitreißenden, emotionalen Stil. Stampfend klatschten die Bluesfans den Rhythmus mit, „Yeah, yeah“ riefen sie begeistert in den Saal.

Zurückhaltend, aber dennoch als treibende Kraft, wirkte Bassmann Robert „The Rock“ Wayne im Hintergrund. Drummer Colin „The Highlander“ Jamieson wuchs buchstäblich über sein Schlagzeug hinaus, vor allem als er sein atemberaubendes und unnachahmlich vielgestaltiges Solo brachte. Für die überaus gelungene Mischung aus solidem Boogie, frischem Bluesrock und Swing-Anklängen dankte das Publikum der Band mehrfach mit donnerndem Applaus und forderte zum Schluss zahlreiche Zugaben ein. Dem vielstimmigen Wunsch kamen die Musiker auch nach dreistündigem Spiel noch gerne nach.

Harry Braun war mit der Premiere höchst zufrieden: „Ich möchte unter dem Motto „Back to the roots“ mit den Konzerten hier im Brauhaus an unsere legendären Konzerte aus den Anfängen von Eifel-Events, damals im urigen Saal in Eicks, anknüpfen. Dieser Saal hier hat die gleiche tolle Atmosphäre und eine gute Akustik. Außerdem können die Musiker nach dem Konzert von der Bühne sozusagen direkt ins Bett fallen, denn sie sind auch hier untergebracht“.

Jano Ruroth, der Braun und seine Konzert-Agentur ins Brauhaus eingeladen hatte, konnte den Premierenabend leider nicht selbst mitverfolgen. Ruroth liegt infolge eines schweren Verkehrsunfalls seit letzter Woche in der Kölner Uniklinik. Die Veranstalter zeigten sich jedoch hoffnungsvoll, dass man gemeinsam noch so manches zukünftige Blues-Happening im beschaulichen Kreuzweingarten erleben werde.

ELKE SPRUNKEL, 31.05.06 Kölner Stadt-Anzeiger